Ausflüge und Besichtigungen
Jahres-Ausflüge
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Besichtigungen
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Jahres-Ausflüge
Von Haien und Fischstäbchen
Die Mitgliederfahrt des Nachbarschaftsvereins
Eberstadt-Süd e.V. war bereits in der letzten Ausgabe der Stadtteilzeitung
angekündigt worden. Am 26. Juni 2004 war es dann endlich soweit. Dem
Glücklichen schlägt keine Stunde und so war der Zeitpunkt hervorragend
gewählt - Petrus war uns wohl gesonnen und wir hatten bestes Sommerwetter.
Brückmanns Bus war zur Abfahrtszeit bis zum letzten Platz gefüllt,
unser Fahrer „gut drauf“ und so konnten wir Eberstadt, wie geplant,
pünktlich hinter uns lassen. Das Fahrtziel, die Domstadt Speyer, war
nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreicht. So ließen wir es, unserem
Zeitplan ein wenig voraus, locker angehen. Nach einem kurzen Spaziergang
durch den Dompark, „enterten“ wir das Oberdeck der „Sea-Life“,
die uns über den „Neu-Rhein“ in eines der Altgewässer
und natürlich wieder zurückbrachte. 1 ½ entspannte Stunden
Bootsvergnügen mit vielen Informationen über Speyer, den Rhein,
Essen & Trinken und mit Sonnenbrandgarantie. Sollten Ihnen also nach
dem 26. Juni einige leicht gerötete und später gut gebräunte
Eberstädter begegnet sein, dann waren diese bestimmt mit uns unterwegs.
Nach der Schifffahrt gab es für alle eine Stunde Pause, die jeder nach
eigenem „Gusto“ verbringen konnte, bevor wir unsere Führung
durch das „Sea-Life-Center“ angetreten haben. Falls Sie liebe
Leser nicht wissen, wo die Fischstäbchen herkommen, fragen Sie einfach
jemanden der dabei war, er wird Ihnen Ihre Frage jetzt sicherlich beantworten
können.
Nach etwa einer Stunde „Meer satt“, standen für jeden nochmals
90 Minuten zur freien Verfügung. Während die einen „Sozialstudien“
in einem Studentenbiergarten betrieben, zog es die anderen zur „Kult-Tour“
in den Dom. Manch einer soll auch lesend oder lustwandelnd im Dompark angetroffen
worden sein, während viele sich, einfach nur in der Sonne sitzend,
entspannten.
Gegen 15.00 Uhr haben wir Speyer den Rücken gekehrt und uns, entlang
der Weinstraße und den Ausläufern des Pfälzerwalds, in Richtung
unseres nächsten Ziels aufgemacht. Vorbei an Weinbergen und dem Hambacher
Schloss führte uns der Weg nach Worms, wo wir schon zum Essen erwartet
wurden.
Das Wetter war bestens geeignet, um den Tag im Freien zu beenden und so
hatte uns die Gaststätte „Hagenbräu“, im Schatten
alter Bäume, diverse Tische gerichtet. Das Essen war ausgezeichnet,
ein guter Wein und das leckere „Selbstgebraute“ passten hervorragend
dazu. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang entlang der Rheinuferpromenade
ging es mit dem Bus zurück nach Eberstadt. Ein kurzer Blick durch die
Sitzreihen traf auf durchweg zufriedene Gesichter.
Da auch bis jetzt keinerlei Klagen zu vernehmen waren, hat offenbar jeder
Teilnehmer diesen Tag und die Einladung durch den Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd
e.V. genossen.
Peter Hünsche
Von alten Echsen und „weißem
Gold“
Es war der 3. September 2005, als sich der Nachbarschaftsverein
Eberstadt-Süd mit einem Reisebus der Firma Petri aufmachte, um eine 50
Männer, Frauen und Kinder starke Besatzung auf eine Reise mitzunehmen,
die sie weit in die Vergangenheit unseres Planeten führen sollte.
Die Witterungsbedingungen an diesem Tag waren hervorragend und dennoch
- nach gut 1 ½ Stunden Fahrzeit stürzten alle Mitglieder der Reisegruppe
mit etwa 25 km/h in einem 200 m tiefen Schacht, vorbei an etwa 200 Millionen
Jahren Erdgeschichte.
Nachdem sie, unten angekommen, den Förderkorb des Besucherstollens im
Salzbergwerk der Südwestdeutschen Salzwerke AG in Bad Friedrichshall
verlassen hatten, begaben sie sich auf einen 1500 m langen Untertagespaziergang.
Vorbei an Förderbändern, Sauriern, Maschinen des Bergbaus und Grubenlampen
aus vielen Jahrhunderten, führte die Tour schließlich in den Kristallsaal
mit illuminierten, transparenten Salzkristalltorbögen und weiter in den
Kuppelsaal mit monumentalen Reliefgruppen.
„Tief unter der Erde ja da ist es schön…“ so hieß
es schon 1970 im Titelsong vom „Kleinen König Kalle Wirsch“.
Und es stimmt tatsächlich. Egal wie das Wetter draußen auch sein
mag, im Besucherstollen des Salzbergwerks in Bad Friedrichshall, herrschen
ganzjährig angenehme Temperaturen von 18° Celsius. Das lässt
sich zwar gut aushalten, doch nach ca. zwei Stunde „Bergmannsleben“
freut man sich, die Sonne wiederzusehen.
Wieder in vertrauter Umgebung, gab es Einblicke in die Berufsschifffahrt an
einer nahegelegenen Neckarschleuse. Große und kleine Leute bestaunten,
wie tonneschwere Schiffe nur mit Wasserkraft 9m hinab- und hinaufbefördert
wurden. Der interessante Vormittag wurde beim Mittagessen im Bad Friedrichshaller
Gasthof „Krone“ noch einmal vertieft. Dann ging die Reise mit
dem Bus durch das Neckartal, vorbei an zahlreichen Orten und romantischen
Burgen, nach Neckarsteinach.
Hier blieb genügend Zeit für Kaffee und Kuchen oder ein Eis mit
und ohne Sahne, bevor sich alle mit dem Schiff, jetzt auf dem Wasserweg, nach
Heidelberg aufmachten. Idyllische Flusslandschaften prägen das Bild auf
diesem Neckarabschnitt und das Heidelberger Schloss ist, vom Wasser aus besehen,
besonders schön.
Am Heidelberger Schiffsanleger wartete bereits der Bus um uns zum letzten
Tagesziel zu bringen, denn in Kirschhausen erwartete der Gasthof "Zur
Alten Mühle" bereits seine Gäste zum gemeinsamen Abendessen
und gemütlichen Tagesausklang.
Wieder einmal ein gelungener Tagesausflug mit dem Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd,
der allen Teilnehmern allerlei wissenswertes und viel Freude beschert hat.
Peter Hünsche
Edelsteine und "Berggeister" begeistern Eberstädter Nachbarschaftsverein auf großer Fahrt
"Glückauf , Ihr Kumpel". Mit diesem
Ruf ging es in das Schaubergwerk Fischbach, die erste Station des diesjährigen
Ausflugs des Nachbarschaftsvereins Eberstadt-Süd.
Insgesamt fünfundsiebzig Bürger aus Eberstadt und umgebenden Gemeinden waren der Einladung des Nachbarschaftsvereines Eberstadt-Süd zu einer Tagestour am 9. September in die Hunsrücker Edelstein-Region um Idar-Oberstein gefolgt. Die zwei voll besetzten Busse waren Ort der Begegnung und des allgemeinen Austauschs und Kennenlernens.
"Noch nie waren wir so viele Teilnehmer bei einem Ausflug", freute sich der Vorsitzende und Organisator Dieter Gimbel. Er und Frau Hildegard Hartmann hatten als Reiseleiter wenig Probleme mit den "pflegeleichten" Mitfahrern und bewiesen einmal mehr Ihr organisatorisches Geschick und sachkundiges Wissen.
Wer den beschwerlichen Aufstieg zum Schaubergwerk hinter sich gebracht hatte wurde mit einem tollen Erlebnis in der faszinierenden Bergwerkshöhle belohnt.
Bei strahlendem Sonnenschein war das Staunen groß als man in das Bergwerk "einfuhr", was bergmännisch soviel wie hineingehen bedeutet. Dieses seit dem 15. Jahrhundert bekannte Kupferbergwerk ist voll von Gesteinen, Mineralien und schillernden Erzgängen. An ausgewählten Plätzen zeigen liebevoll gestaltete Dioramen die damaligen Arbeitsverhältnisse der Bergarbeiter. In einem in der Nachbarschaft befindlichen Schaumuseum konnte anhand eines einmaligen Nachbaus die Aufbereitungsmaschine für das erzhaltige Gestein demonstriert werden.
Wieder am Tageslicht, fand ebenso enormen Anklang der Besuch einer der zahlreichen Edelsteinschleifereien in Idar-Oberstein. Mit so manchem neuen Schmuckstück reicher verließen die Eberstädter diesen Betrieb und genossen im Anschluss das idyllische Panorama und die Altstadt.
Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls bestens gesorgt. So war auch der Abschluss in einem Winzerhaus in Gau-Algesheim eine höchst willkommene Gelegenheit Gesellschaft und Bauch zu pflegen.
Müde aber um zahlreiche wunderbare Erfahrungen reicher, erreichten die Reisenden in Sachen Edelsteine Eberstadt in den späten Abendstunden. "Ein wunderbarer Tag, ich bin nächstes Jahr wieder dabei", so die Mehrheit der Teilnehmer abschließend.
Dr. Torsten Rossmann
Einmal Schwarzwald und zurück, bitte!
"Wenn 55 Eberstädter einen Ausflug machen ist
immer was los", uzte Dieter Gimbel, Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins
Eberstadt-Süd.
Das erlebte auch diesmal wieder der Organisator D. Gimbel bei der diesjährigen
Tagesbustour.
In aller Frühe ging es los mit Zählappell und aufmunternden Worten
des Vorsitzenden. D. Gimbel hatte im Vorfeld die Route sorgfältig recherchiert,
was sich im Detail im Laufe der Fahrt auch bezahlt machte.
Die erste Station war das Wasserkraftwerk Rudolf-Fettweis-Werks
(EnBW) in Forbach. Mit allerlei Maschinen im Kraftwerk und Steuerelementen
in der Zentrale waren die Eberstädter Besucher mehr als erstaunt was
hier im Unternehmen EnBW geleistet wird. Zuvor hatte man in einem Filmbeitrag
die enormen Leistungen dieses Kraftwerks mit dem Verlauf der Wasserkanäle
in den verschiedenen umliegenden Bergen bewundern können. Allen Besuchern
war klar, dies war eine enorme Leistung der Ingenieure und Bauarbeiter, insbesondere
beim Bau dieser Anlage zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Jene Zeit, dass die Mühlen am rauschenden Bach klappern, sind schon lange
vorbei. Die Macht und Kraft des Wassers und die Nutzung dessen zur Erzeugung
von ökologisch sauberer und erneuerbarer Energie ist jedoch nach wie
vor beachtlich. Selbst die mitgereisten Kinder waren begeistert von der Technik
und bewunderten so manche Riesenmaschine und waren von der Geräuschkulisse
sichtlich beeindruckt.
Mit diesen Impressionen ging die Ausflugsgruppe um die Mittagszeit zur wohlverdienten Stärkung in das Gasthaus "Zum Schwarzen Adler" in dem kleinen Ort Forbach. Dort war der Schreck jedoch groß als ein älterer Teilnehmer so heftig innerhalb der Gastwirtschaft fiel, dass er mit dem Krankenwagen in ein benachbartes Hospital gebracht werden musste. Doch Gottlob stellte sich die Verletzung als eine starke Arm- und Schulterprellung dar, so dass nach Füllung des Magens die ganze Meute wieder dankbar zur nächsten Station gefahren werden konnte.
Das Wetter hielt auch beim Flanieren über die große Schwarzenbach-Talsperre. Keiner der Beteiligten lies es sich missen, diese zu überqueren und am gegenüberliegenden Ufer des Stausees die geologischen und historischen Relikte zu bestaunen.
Nach kurzer Zeit und dem Kauf von Souvenirs ging es an den Mummelsee, wo es vor Touristen nur so troff. Aber es war trotzdem herrlich, wenn gleich auch um einige Grad kühler als an den vorigen Stationen. Da kam der Besuch und die Beobachtung einer öffentlichen Brotbackvorführung in einem Freiluftofen gerade recht. Nach einmaliger Umrundung des Sees teilte sich die Eberstädter Horde auf in einen Teil, der der Schwarzwälder Kirschtorte zum Opfer fiel und ein anderer der überwiegend in den zahlreichen Souvenirläden auf Shopping-Tour ging. Von geschmacklich fragwürdigen Holzfiguren über Schwarzwälder Schinken zu frischem Brot gab es alles was das Herz begehrte und eigentlich jedoch keiner brauchte.
"Wenigstens interessante Gesteine und Mineralien gibt es hier",
so Torsten Rossmann und verschwand im Bus auf zur letzten Station - dem Kloster
Allerheiligen mit den dortigen "Allerheiligen - Wasserfälle.
Hier wanderten die todesmutigen Wanderer annähernd bis zur Erschöpfung
den Weg neben den berühmten Wasserfällen hinunter ins Tal. Dort
wartete der Bus schon, um die allermeisten Mitreisenden wieder nach oben in
die Klosterschänke zu chauffieren. Nur wenige machten sich die Mühe
des beschwerlichen Aufstiegs. Dafür waren Sie aber in Rekordzeit und
nur kurz nach den Anderen wieder vor Ort und stärkten sich dann im Klosterhof
gemeinsam mit einem wohlverdienten deftigen Abendessen.
Wer jetzt noch nicht satt war, dem konnte nicht mehr geholfen werden. Zufrieden,
müde und wohlgelaunt machte sich die Gesellschaft gegen 20 Uhr auf dem
Heimweg per Bus. Ein Dank an dieser Stelle dem umsichtigen Busfahrer Karlheinz,
der Fahrzeug und Insassen hervorragend im Griff hatte.
Und tatsächlich wie schon im Vorfeld angekündigt kam man gegen 22.30
Uhr in Eberstadt am Parkplatz vor der Wilhelm-Hauff-Schule an. "Schee
wars, bis zum nächsten Mal", so einer der Mitgereisten, sprach's
und verschwand in der Nacht auf der Suche nach seinem kuscheligen Bett.
Prof. Dr. Torsten Rossmann
Samstag, den 30.08.2008 morgens 8:00 Uhr in Eberstadt
Es tut sich was am Kinderhaus Paradies! Von
allen Seiten kommen Leute herbeigeeilt. Sie kommen aus Eberstadt, Darmstadt,
Arheilgen, Rossdorf und Erbach. Was ist hier los? Es ist wieder mal so weit,
der jährliche Ausflug des Nachbarschafsverein Eberstadt-Süd steht
an. Pünktlich geht es los. Der Bus bringt uns an das erste Ziel, nach
Bad Kreuznach. Unser Reiseleiter und zugleich Vorsitzender des Vereins Herr
Dieter Gimbel, verspricht uns dort eine Überraschung, den "Blauen
Klaus", aber dazu später. In Bad Kreuznach angekommen haben wir
Zeit den schönen Kurpark zu erkunden. Bänke in der Sonne mit bunten
Blumenbeeten laden zum verweilen ein. Wir können die Gradierwerke (Salinen)
sehen die Bad Kreuznach zu einer Kurstadt für Atemwegserkrankungen gemacht
haben. Große Holzgestelle sind mit Schwarzdornästen ausgestopft,
über die rieselt, die aus der Erde nach oben gepumpte Sole. So wurde
früher Salz gewonnen. Heute kann man die salzhaltige Luft, die so entsteht,
einatmen.
Und nun zum "Blauen Klaus", der entpuppt sich als ein Bähnchen
mit dem wir durch Bad Kreuznach fahren und uns die Sehenswürdigkeiten
ansehen, zu viele um sie alle aufzuzählen unter anderem die Grundmauern
einer Römischen Villa.
Von Bad Kreuznach aus fahren wir weiter nach Bad Münster am Stein auf
die dortige Ebernburg. Dort wartet in einem schönen Burgrestaurant ein
leckeres Mittagessen auf uns.
Dann geht es weiter nach Mainz, wir wollen zum ZDF. Eine Mitarbeiterin wartet
schon auf uns, wir bekommen einen kurzen Infofilm gezeigt über die Arbeit
der Nachrichtenredaktion, dürfen in das Studio des "Sportstudios"
schauen. Der Höhepunkt ist aber die Generalprobe des "Fernsehgarten".
Zum größten Teil mit Statisten wird der zeitgenaue Ablauf der Sendung
geprobt. Es war sehr interessant das mal zu sehen.
Zum Abschluss des Tages brachte uns der Bus nach Nierstein, dort haben wir
in einem Winzerkeller zu Abend gegessen, haben danach einen Bummel durch das
Weinstädtchen gemacht, sind am Rheinufer entlanggegangen, bis es Zeit
wurde die Heimfahrt anzutreten. Sicher hat der Busfahrer uns nach Eberstadt
zurückgebracht. Gut gelaunt haben wir uns dort verabschiedet mit dem
Versprechen " das nächste Jahr fahren wir wieder mit". Hier
auch vielen Dank an Herrn Dieter Gimbel, der diese schöne Fahrt, wie
auch die Jahre zuvor, für uns so gut organisiert hat.
Hier weitere Dankesschreiben:
Marcel Berbert an seine Oma Hanne.
Oma die Fahrt war supi, klasse!
Ich habe mich schon lange auf die Fahrt gefreut und dann war sie so schön.
Besonders gefallen hat mir die Fahrt mit dem Blauen Klaus. Und endlich war
ich auch mal beim ZDF was ich da gesehen habe ist ganz toll. Toll war auch
das wir beide mal einen ganzen Tag für uns hatten. Danke Oma das du mich
mitgenommen hast. Danke Dein Enkel Marcel (10 Jahre)
P.S. Ich bedanke mich auch bei dem Nachbarschaftsverein für den schönen
Tag, es war alles ganz toll.
Lieber Herr Gimbel,
nochmals meinen herzlichsten Dank für den perfekt organisierten Tagesausflug.
Für mich war es ein wunderschönes Erlebnis mit so netten Menschen
zusammen sein zu können und dann noch die Vielfalt der Angebote die Sie
vorbereitet haben zu genießen. Ich freue mich schon heute auf den nächsten
Ausflug in dieser netten Runde.
Herzliche Grüße
Charlotte Diehm
Meine persönliche Eindrücke beim Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald
Als erste 2-tägige Bildungsreise des Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd e.V., besuchten wir die KZ-Gedenkstätte Buchenwald. Dort angekommen bekamen wir zwei Begleiter zugeteilt, mit denen wir das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers gezeigt bekamen.
Anfangs wurden uns einige grundlegende Dinge über das Konzentrationslager berichtet. Die Aufgabe eines jeden Häftlings sei es gewesen, unter Abgabe seiner Arbeitskraft zu sterben - eine Entlassung war also nicht vorgesehen. Buchenwald zählte nicht zu den Vernichtungslagern, hier mussten sich die Menschen zu Tode arbeiten. Die Inhaftierten hatten sich selbst zu verwalten, das heißt, alle waren einem "Lagerältesten" unterstellt, der wiederum durch die SS kontrolliert wurde. Viel Interesse erweckte die Bemerkung, dass es im KZ Buchenwald eine Art bewaffnete Widerstandstruppe gab, die von den politischen Gefangenen angeführt und organisiert wurde und die nur auf eine Chance wartete, um einen Aufstand beginnen zu können.
Anschließend gingen wir durch das Haupttor mit der Aufschrift "Jedem das Seine". Dieser Leitspruch zeigt, dass hier im Gegensatz zum KZ Dachau keine Umerziehung vorgesehen war ("Arbeit macht frei"), sondern dass es in diesem Lager lediglich darum ging, dass jeder seine, nach Ansicht des Regimes, gerechte Strafe erhielt. Über den Platz, auf dem früher die Baracken standen, gingen wir in ein Gebäude, in dem sich unter anderem ein Modell des KZ-Geländes befindet. Hier erklärte uns der Begleiter die verschiedenen Institutionen und ihre Funktionen. Er gab auch viele Hintergrundinformationen, wie zum Beispiel, dass nicht nur für die verschiedenen Häftlingsarbeiten und Bestrafungen genaue Vorschriften vorhanden waren, sondern dass sogar eine Dienstvorschrift zum Stapeln der Leichen existierte. Wir erfuhren auch, dass die jüngste Person, die im KZ Buchenwald hingerichtet wurde, eine 17-jährige Polin war, die grausam stranguliert wurde.
#Neben Details über diverse Hinrichtungen wurde dann auch der finanzielle Aspekt eines solchen Arbeitslagers beleuchtet: Die Häftlinge bildeten die finanzielle Basis der SS, die als Elitetruppe galt. Im Jahr 1944 so wurde uns berichtet betrug der Reinerlös aus Buchenwald 513 Millionen Reichsmark. Die harte Arbeit der inhaftierten Menschen, die wie Tiere gehalten wurden, war der Grund, warum die SS immer über sehr gute Waffen verfügte und auch insgesamt die beste Ausrüstung hatte. Schließlich tauchte die Frage nach Kindern im Konzentrationslager auf. Man erklärte uns, dass Kinder grundsätzlich getötet wurden, da sie wegen des gesetzlichen Verbots von Kinderarbeit nicht als Arbeitskräfte verwendet werden konnten Abschließend erfuhren wir noch einige Einzelheiten über Fluchtversuche und die darauffolgende kollektive Bestrafung. Die Häftlinge mussten oft stundenlang auf dem Appellplatz stehen und warten, bis der Flüchtige gefasst worden war. Teilweise wurden sie auch gezwungen, bei der Bestrafung des Betroffenen zuzusehen, was der Abschreckung dienen sollte.
Im Anschluss an diese Ausführungen besichtigen wir noch das Gebäude des ehemaligen Krematoriums und die Pathologie. Als das Konzentrationslager befreit worden war, hatten die Bewohner von Weimar behauptet, sie hätten nichts über das Lager und seine unmenschlichen Lebensbedingungen gewusst. Und dies obwohl eine große Zahl von Weimarer Bürgern im Lager beschäftigt war oder dieses belieferte. Außerdem waren bis 1943 alle neu angekommenen Lagerhäftlinge vom Bahnhof mitten in Weimar in Fußmärschen nach Buchenwald gelaufen. Die Bürger Weimars wurden von den Amerikanern gezwungen, sich die Stätte anzusehen, wo so viele Menschen umgekommen waren, weil sie bewusst weggesehen hatten. Besonders im sogenannten "kleinen Lager", das vom Hauptlager abgegrenzt war, waren die Zustände unvorstellbar. "Im kleinen Lager wurde in erster Linie gestorben", erfuhren wir.
Im Anschluss daran bekamen wir noch einen Film gezeigt, in dem das tägliche Leben der KZ-Häftlinge beschrieben wurde. Leider hatten wir keine Zeit mehr uns das Museum und diverse Ausstellungen zu besichtigen. Nach der damaligen Befreiung des Lagers wurde dieses dann für einige Jahre von den sowjetischen Truppen übernommen und wie man unter vorgehaltener Hand berichtet, in ähnlicher Form so weitergeführt. Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald war sicherlich nicht nur für mich von großen Interesse. Das was wir über die Geschichte des NS-Regimes auf so eindrückliche Weise erfuhren, war gleichermaßen erschütternd. Um so erschreckender für mich, als ich erfahren hatte, zu was Menschen (sicherlich nicht nur damals) alles fähig waren.
Herzlichst Ihr Dieter Gimbel
Bildung, Schwarzbier und "Cool-Tour"
Früh aufgestanden sind alle, die an der diesjährigen Tour des Nachbarschaftsvereins Eberstadt-Süd e.V. teilnehmen. Unser Wecker treibt uns schon um 5.45 Uhr aus unseren heimatlichen Federn - bis zur Abreise in Richtung Nord-Ost, um 7.00 Uhr, bleibt also noch eine knappe Stunde Zeit. Duschen, anziehen und was man sonst noch so im Bad zu treiben hat - etwas essen, eine Kleinigkeit für das zweite Frühstück richten, Jacke anziehen, Gepäck schnappen, Tür zu und los geht's zum Treffpunkt, dem Parkplatz vor dem Kinderhaus "Paradies" im Süden Eberstadt.
Wir sind pünktlich da, der Bus und alle anderen auch. Türen auf, Gepäck rein, Plätze belegen - anschnallen nicht vergessen - und schon rollte der Brückmann Bus vom Platz. Mit der aufsteigenden Sonne, die einem auf die rechte Wange scheint, geht's dem ersten Ziel entgegen. Vor uns liegen knappe 4 Stunden Fahrt nach Erfurt, die wir mit Anstand und einer halben Stunde Rast lässig hinter uns bringen.
Nahe Erfurt werden wir im Hotel/Restaurant "Weißer Schwan" nett willkommen geheißen. Ambiente, Getränke und Speisen sind durchweg gut, der Service ist freundlich und somit ist alles in Ordnung. Mit einer kräftigen Mahlzeit im Bauch streben wir einem der Hauptziele des heutigen Tages zu, der Gedenkstätte Buchenwald. Die landschaftlich reizvolle Lage oberhalb der Stadt Weimar und die heute, bei bestem Wetter, exquisite Fernsicht, können das Grauen, das hier zwischen 1937 und 1945 an der Tagesordnung war, kaum kaschieren (näheres zum Lager Buchenwald findet Ihr in einem anderen Artikel in dieser Ausgabe).
Nach rund 4 Stunden Aufenthalt setzen wir unsere Fahrt fort. In Weimar erwartet man uns schon in unserem Hotel. Die Zimmer werden verteilt und belegt, wir machen uns frisch, waschen uns den Staub von der Haut und schon 45 Minuten später sind wir wieder "on the road" - könnten wir jedenfalls sein, wenn 2 ältere Damen mit ihren Chronographen besser vertraut wären. So verschiebt sich halt alles um etwa 10 Minuten. Naja - die Raucher sehen es gelassen und stecken sich noch eine "ins Gesicht", während die zwei Ladies über den Parkplatz angehetzt kommen.
Wir fahren mit dem Bus ins Stadtzentrum von Weimar. Vor dem Theater, an dem wir auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel vorbeikommen, grüßen uns unsere zwei großen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, in einer forschen Vorwärtsbewegung "eingefroren", vom Sockel ihres Denkmals. Es bleibt uns aber keine Zeit, uns gegenseitig näher bekannt zu machen, wir haben einen Termin im Weimar Haus, wo wir mit der multimedialen Präzision des 21. Jahrhunderts innerhalb von 30 Minuten durch 5000 Jahre Weimarer Geschichte reisen sollen. Viele Aaah's und Oooh's hört man während dieser musealen Begehung der besonderen Art, da einige Effekte schon wirklich sehr real sind.
Und dann - endlich Schluss mit der Bildung - Abendessen ist angesagt, ab geht's ins Köstritzer Schwarzbierhaus. Lokale und regionale Thüringer Spezialitäten stehen zur Auswahl, dazu den ein oder anderen Schoppen "Dunkles", so macht's Spaß. Kultur wird zur Cool-Tour und das gehört zu einem Ausflug einfach mit dazu. In den fortschreitenden Stunden lockert das dunkle Gebräu so manche Zunge - es wird viel geredet und viel gelacht. Das Essen ist wirklich sehr gut, ein Schnäpschen hinterher, weil's doch ein wenig fettig und deftig war - auf einem Bein kann man zwar stehen, macht aber keinen Spaß - und so kommt weiteres, hochprozentiges Destillat auf dem Umweg über die Leber in die Blutbahn - schee is un nett - und leicht beschwingt geht's ab zum Bus und dann ins Bett. Für die meisten jedenfalls, denn einige, unermüdliche Mitreisende sieht man noch zu später Stunde in den Schänken der Stadt oder vor dem Hotel sitzend - es ist eine laue Spätsommernacht.
Zum Frühstück, am nächsten Morgen, sind aber alle vollständig erschienen, um sich für den Tag zu stärken. Kaffee, Tee und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet treibt auch die letzte Müdigkeit aus den Knochen und mit leichter Verspätung können wir gen Eisenach aufbrechen. Das Wetter ist leider nicht mehr so schön wie am Vortag, ein leichter Nieselregen und tief hängende Wolken belegen die Landschaft mit diversen Grautönen. Die Laune wird uns dadurch jedoch in keinem Fall verdorben.
Nach rund einstündiger Fahrt erreicht die Gruppe das UNESCO-Welterbe Wartburg. Im 11. Jahrhundert gegründet, kann die Burganlage auf eine sehr ruhige und friedliche aber durchaus nicht langweilige Vergangenheit zurückblicken. Zwischenzeitlich hat der Regen auch wieder aufgehört, die Wolken liegen nicht mehr ganz so tief und es gibt tolle Ausblicke über das umliegende Land.
Nach einem Mittagessen im Wappensaal des
Hotels auf der Wartburg gibt es für rund 1½ Stunden tiefe Einblicke
in die etwa 800 jährige Geschichte des Bauwerks. Wir besichtigen, im
Rahmen einer Führung, den Palas, das Museum und die Lutherstube. Dann
wird es schon wieder Zeit, die Stiefel zu schnüren. Der Zeitplan ist
ein wenig eng geworden, der Abstieg von der Burg muss noch bewältigt
werden, um die Reise in Richtung Heimat fortzusetzen.
Ein kurzer Zwischenstopp, der ausschließlich zur Ausmerzung des Hungergefühls
eingelegt wird, kann keine wirklich neuen kulinarischen Eindrücke vermitteln,
außer vielleicht, dass das so genannte "Fast Food" manchmal
gar nicht so schnell auf ein Tablett kommt. Der Vorteil ist, dass wir die
Reise recht flott fortsetzen können und sie bis zu unserem Ziel in Eberstadt
auch nicht mehr nennenswert unterbrechen müssen.
Alles in allem können wir auf ein schönes,
sehr informatives aber auch cool-tourelles Wochenende zurückschauen,
das jedem Teilnehmer viele, zum Teil auch sehr persönliche Eindrücke
vermitteln konnte.
Bleibt nur noch Danke zu sagen an alle, die mit der Planung und der Umsetzung
beschäftigt waren und auch unserem Fahrer, der uns gut hin aber auch
wieder zurück nach Eberstadt gebracht hat, nochmals für die sichere
Fahrt zu danken.
Die positivste Resonanz auf die aktuelle Fahrt und somit das größte Lob ist, dass die nächste Fahrt jetzt schon wieder beinahe ausgebucht ist, da die meisten Teilnehmer dieser Fahrt sich für das nächste Jahr bereits vorgemerkt haben. ph
Mit dem Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd am 27. und 28. August 2011 unterwegs
Nach dem Motto: Der Mond der ging schon unter, nur Regen ist zu sehen, kommt lasst uns mit dem Nachbarschaftsverein auf eine Reise gehen. begrüßte uns der Vorsitzender und Reiseleiter Dieter Gimbel und versprach uns eine schöne 2-tägige Reise.
Pünktlich um 7.00 Uhr bei leichtem Regen und grauen Wolken am Himmel
fuhren wir Richtung Süden dem Schwarzwald entgegen. Das Ziel war das
"Hotel-Gasthaus Kranz" in Blumberg-Riedböhringen, dort war
die Gruppe angemeldet.
Über das Programm für die nächstens 2 Tage wurde ausreichend
informiert und eine gut zusammengestellte Mappe mit allen nötigen Einzelheiten
wurde den Teilnehmern zum Ansehen weitergereicht. Da konnte sich jeder an
Hand des Bildmaterials einen Überblick verschaffen. Da es auf den ersten
Kilometern bei den trüben Aussichten nichts zu sehen gab, und die Gegend
bis etwa Karlsruhe bekannt ist, haben einige den unterbrochenen Schlaf versucht
nachzuholen.
Im Ortenaukreis begrüßte uns die Sonne, die von allen Teilnehmern
bei einer Rast am Rasthof Renchtal genossen wurde. Da wurden zum Frühstück
die mitgebrachten Broten verzehrt. Weiter ging die Fahrt, die in Wolfach zum
Besuch der Dorotheen - Glashütte unterbrochen wurde. Bei einer Führung
, die von Frau Mirinda, Sach- und Fachgerecht durchgeführt wurde, war
dies für viele doch eine interessante und Abwechslungsreiche Information.
Jeden Tag werden Gläser der unterschiedlichsten Formen, Gestaltung und
Zweck benützt, aber wer macht sich schon Gedanken wie Glas entsteht und
seit wann es hergestellt wird. Der Besuch der Austellungs und Verkaufsräume
luden zum schauen und einkaufen ein. Nach einem reichhaltigen Mittagessen
in der Hüttenklause ging es weiter Richtung Süden. Jetzt konnte
die Fahrt, die über die Landstrassen führte richtig genossen werden.
Vorbei am Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe im Gutachtal ging die Fahrt
in Richtung Villingen Schwenningen.
An der Weltgrößten Schwarzwälder Kuckucksuhr vorbei, konnte
man die herrlichen Schwarzwaldhäusern bewundern. Über die schöne
Landschaft mit noch vollen Obstbäumen konnte man staunen. Gegen 15. 00Uhr
war der Bahnhof Weizen erreicht. Von da aus fuhr die Gruppe mit der historischen
" Sauschwänzlebahn" durch die reizvolle Landschaft des Wutachtales
etwa 25 km nach Blumberg/ Zollhaus. Viele Kurven, mehrere spektakuläre
Viadukte und 6 Tunnel einer davon ist der 1700m lange Stockhalde-Kreiskehrtunnel
und ist der zweitgrößte Spiraltunnel seiner Art in Europa.
In dem gebuchten "Hotel - Gasthof Kranz " wurden die Teilnehmer
von dem" Singenden Wirt" und seinem Team herzlich empfangen und
in ihre Unterkunft eingewiesen. Nach einer kurzen Dusche zum frisch machen
wurde das vorbestellte Abendessen serviert. Die Portionen waren reichlich
und sehr schmackhaft damit auch der Hungrigste satt wurde. Zum Tanz hat der
singende Wirt nach dem Essen aufgespielt, dem auch reichlich zugesprochen
wurde.
Ausgeruht nach einer ruhigen Nacht konnte man am nächsten Morgen sich
über das gut sortierte Frühstücksbuffet freuen. Bei einem kleinen
Spaziergang durch den Ort fanden einige noch Gelegenheit schöne Motive
zu fotografieren. Nach der Verabschiedung vom " Singenden Wirt "
und seiner Frau und einem Gruppenfoto zur Erinnerung ging die Fahrt bei strahlendem
Sonnenschein nach Schaffhausen zum Rheinfall. Die Bootsfahrt auf dem Rhein
und ganz dicht an Deutschlands größtem Wasserfall entlang war ein
einmaliges Erlebnis. Viele Informationen wurden auch da vermittelt. Ein Kuriosum
ist: Der Rheinfall gehört zur einen Hälfte der Stadt und dem Land
Schaffhausen und die andere Hälfte der Stadt und dem Land Zürich.
Anschließend war noch eine Fahrt mit dem " Rhynfall Express ",
einer kleinen Stadtbahn durch Schaffhausen-Neuhausen angeboten, die gerne
von allen angenommen wurde.
Um 15.30Uhr hieß es Abschiednehmen vom Rheinfall und seiner schönen
Umgebung. Die Rückfahrt verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle.
Gegen 20.00Uhr wurde die Schlussrast im "Hotel-Gasthaus Brunnenhof "
in Weibersbrunn im Spessart eingelegt, da konnte jeder sich nochmals stärken
und einen guten Tropfen genießen, um den Rest der Heimfahrt gut zu überstehen.
Nach einigen Staus auf der Autobahn ist die Reise gegen 22.00Uhr in Eberstadt
zu Ende gegangen.
Resümee: Die beiden Tage waren ein einmaliges Erlebnis. Ein herzliches
Danke schön den Organisatoren: Dieter Gimbel und Hildegard Hartmann.
Diese Reise wird sicher nicht so schnell vergessen werden.
Auf die nächste Fahrt freut sich der Verfasser
Heinrich Vetter
Besichtigungen
Mit dem NVE am 21.11.2009 zur Müllverbrennungsanlage
Rund Hundert Meter hoch über den Häusern Darmstadts ragt ein weißer Schornstein in den Himmel hinein. In den warmen sonnigen Tagen entweicht scheinbar gar nichts aus diesem großen weißen Rohr. Wenn aber etwas kältere Temperaturen draußen herrschen, kann man über diesem Schornstein eine reine Dampfwolke erblicken. Die dazugehörigen sauberen Gebäude gleichen einer freundlichen Bürosiedlung. Private Fahrzeuge sowie LKW ´s aller Art fahren geordnet ein und aus.
So mancher Darmstädter, der dieses Bild beobachtet hat, hat sich genauso wie der Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd gefragt, was sich wohl hinter dem ganzen verbirgt. Das war auch der Grund warum sich viele Mitglieder dieses Vereins am 21.11.09 vor den Toren dieser Einrichtung versammelt haben. Herr Gimbel der Vorsitzende des NVE, der diese Besichtigung organisiert hat, befindet sich ebenso an diesem Tag unter den erwartungsvollen Besuchern.
Um 10:00 Uhr begann die Besichtigung dieser Müllverbrennungsanlage. Ein Aufschlussreicher Film berichtet den Teilnehmern über den Bau und die Entwicklung der Anlage im Laufe der Zeit. Die Anlage gehört zu den modernsten Anlagen Europas und entspricht den neusten technischen Anforderungen. Tag für Tag werden hier Berge vom Müll verbrannt und entsorgt. Die Anlage verfügt über einen modernen Stromerzeuger. Damit werden einige Teile unserer Stadt mit Strom versorgt. Die aus dem Schornstein austretenden Gase werden mehrfach gereinigt, so dass beim Austreten kein Schaden für die Umwelt besteht. Der wissbegierige Leser wird aufgrund seines Intellekts eine berechtigte Frage in die Runde werfen. Die Anlage verbrennt eine Menge vom Müll, was wird dann aus den Schlacken die daraus entstehen? Wir bekommen eine sehr zufrieden stellende Antwort. Die Schlacken werden für den Straßenbau eingesetzt. Alles wird verwertet, so dass aus dem Müll etwas Wertvolles zum Wohle aller Stadtbewohner entsteht.
Was wäre wenn wir diese umweltfreundliche
und moderne Anlage in Darmstadt nicht gehabt hätten? Müllberge
hätten unsere Straßen gesäumt. Ein übler unerträglicher
Geruch würde über unserer Stadt hängen u.s.w.
Wie gut, dass wir in unserer Stadt solch eine umweltschonende moderne Anlage
haben. Alles wurde hier sehr sorgfältig bei der Planung dieser Anlage
bedacht. Öko-Strom, Wärme, Material für den Straßenbau
u.v.m. haben wir dieser Anlage zu verdanken. Es ist unaussprechlich wichtig,
dass auch jeder von uns etwas dazu beiträgt, dass die Darmstädter
Umwelt für die weiteren Generationen sauber und ordentlich erhalten
bleibt.
Nach dieser aufschlussreichen Besichtigung konnte die Besuchen dem Vorsitzenden
Herr Gimbel folgen, der wie immer alles perfekt organisiert hatte und auch
einen Tisch für uns beim Restaurant für Schnelle-Schmecker SCHMACKES
bestellt.
Bei einem gemütlichen Mittagessen
wurde noch viel über die gesammelten Eindrücke gesprochen.
Herr Gimbel verkündet, dass in den kommenden laufenden Jahren weitere
kurze Ausflüge und Besichtigung geplant seien.
Harry Arent
Mit dem NVE am 23.10.2009 zum Polizeipräsidium Darmstadt
Organisiert durch den Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd besuchten am 23.10.09 rund 20 Personen das Polizeipräsidium in Darmstadt.
An diesem Tag bedeckte dichter Nebel das ruhig gelegene Polizeipräsidium sowie dessen umliegende Landschaft. Jedoch die angebliche Ruhe trügt, denn es besteht ein reger Betrieb im Gebäude und vor dessen Eingang. Polizeibeamte gehen ein und aus und ein paar Polizeiwagen verlassen, auf die ankommenden Besucher achtend, das Gelände.
Um 10:00 Uhr morgens sind bereits alle 20 Personen, die an der Führung durch das Gebäude des Polizeipräsidiums teilnehmen möchten, eingetroffen. Kinder, die auch zur Gruppe gehören, fragen die Erwachsenen über die gefährliche Arbeit der Polizei aus. Ihrer Meinung nach, müssen Polizei-Beamte etwas ganz Besonderes, ja Großartiges sein, da sie die gefährlichen Räuber und eiskalten Verbrecher unbarmherzig jagen und diese an Ort und Stelle hart bestrafen. Ebenso denken sie, dass die Verkehrssünder sich vor der allgegenwärtigen Polizei, die nur darauf wartet, dass man etwas falsch macht, sehr fürchten müssen. Die Erwachsenen versuchen auf die kniffligen und wissbegierigen Fragen so gut wie nur möglich einzugehen und merken dabei, wie wenig sie selbst über die wichtige und verantwortungsvolle Arbeit der ortsansässigen Polizei tatsächlich wissen.
Nach einer kurzen Wartezeit erscheint ein Polizei-Beamter, der uns alle freundlich und aufgeschlossen, jedoch mit einer gebührenden Würde, welche das Berufsbild verlangt, begrüßt und sich kurz vorstellt. Alle fühlen sich von der Offenheit und einladenden Art des Beamten angezogen und kommen ungezwungen auf den Beamten zu. Umgeben von den neugierigen Kindern und interessierten Erwachsenen hören alle gespannt zu. Nachdem der Beamte sich vorgestellt hat und Frau Hartmann den Vorsitzenden Herrn Gimbel und den Verein vorstellt, teilt uns der Beamte mit, dass er gerne Polizist sei und seine Arbeit auch gerne tut. Anschließend wird uns die kurze Verzögerung in knappen und aufschlussreichen Worten erklärt. Ein Banküberfall hat eine Umdisponierung der Polizeiaktionen gefordert und deswegen hat man etwas Zeit benötigt um alles geordnet in die Wege zu leiten. Diese Meldung hat das Interesse der Gruppe noch gesteigert und in Erwartung von dem was auf uns zukommt, folgen wir der Einladung des Polizei-Beamten zum Rundgang durch das vor uns liegende Gebäude.
Alles was hier im Hause eingeht, kommt zuerst in die Poststelle und deswegen wird die ganze Gruppe zu dieser wichtigen Abteilung geführt. Im Zeitalter der elektronischen Postverarbeitung, wo das Internet kein Fremdwort mehr ist, erfahren wir, dass hier pro Schicht sehr viele Briefe eingehen und ein reger Postverkehr herrscht. Frau Hartmann stellt uns hier ihre verantwortungsvolle Arbeit in jeder Einzelheit vor. Die Briefe werden hier ausgewertet, sortiert und an die bestimmten Abteilungen verteilt.
Nach der Poststelle besuchen wir die hauseigene Polizei-Werkstatt. Schon aus der Ferne sehen wir ein paar beschädigte Einsatzfahrzeuge, die unser aller Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auf unsere Nachfrage hin bekommen wir eine verblüffende Erklärung und werden damit mit den Alltagssituationen der Polizei vertraut gemacht. Ein Fahrzeug wurde bei der Verfolgung der Verdächtigen beschädigt. Das andere Fahrzeug wies erhebliche Beschädigungen auf, weil beim Absichern einer Unfallstelle ein Verkehrsteilnehmer in das stehende Polizeiauto hineinraste. Uns allen wird klar, dass der Polizeiberuf nichts für verspielte Romantiker und kleinmütige Träumer ist, sondern des Öfteren auch das Leben der Beamten auf dem Spiel steht. Wir stellen viele Fragen und bekommen auch detaillierte Antworten. Nach eingehender Besichtigung und Erklärung der mit moderner Technik ausgestatteten Sonder-Fahrzeuge setzten wir unsere Tour fort und besuchen die Abteilung des Erkennungsdienstes.
Im Raum des Erkennungsdienstes stehen einige uns unbekannte Geräte. Ein netter Mitarbeiter ist sofort bereit uns darüber etwas zu berichten. Ein Fotoapparat kommt in Erscheinung und uns wird erklärt, dass die verdächtige Person hier vorerst fotografiert wird. Nach der Ablichtung werden hier auf moderne Art und Weise die Fingerabdrücke genommen und anschließend sehr genau ausgewertet. Dieser Vorgang erfordert eine hohe Konzentration und eine sehr exakte Vorgehensweise. Keiner darf aufgrund falscher Auswertungen verdächtigt oder gar verurteilt werden. Hier darf nichts dem Zufall oder der oberflächlichen Beurteilung überlassen werden. Vermeintliche Irrtümer sind grundsätzlich ausgeschlossen, denn der Gesetzgeber schreibt die exakte Prüfung eines jeden Schrittes sehr genau vor. Vier Augen sind sicherer als zwei, daher werden nicht eindeutig zu klärende Abdrücke von 2 Personen in Augenschein genommen. Im daneben liegenden Raum werden wir vor eine dunkle und undurchsichtige Glasscheibe gestellt. Ein Teil der Gruppe geht auf die andere Seite dieser Glasscheibe und siehe da, wir sehen die anderen Personen, die auf der anderen Seite stehen jedoch uns nicht sehen können. Hier werden die verdächtigen Personen den Zeugen zur Identifizierung vorgeführt. Es hört sich alles sehr interessant und spannend an, jedoch die Verantwortung die diese Mitarbeiter hier tragen, ist enorm hoch. Nach Beantwortung aller offenen Fragen setzen wir unsere Besichtigung in Richtung Leitzentrale fort.
Beim Eintritt in die Leitzentrale des Polizeipräsidiums erblicken wir einige wenige Mitarbeiter die an ihren Telefon-Geräten sitzen und die eingehenden Gespräche entgegennehmen. Bildschirme flimmern, ein Bild wechselt das andere ab, eine konzentrierte Betriebsamkeit, die jedoch in notwendiger Stille durchgeführt wird, beherrscht hier den Raum. Der verantwortliche Beamte berichtet uns über die Aufgaben dieser wichtigen Abteilung in diesem Hause. Hier gehen pro Schicht mehr als 200 wichtige Anrufe ein. Von hier aus werden die Polizei-Einsätze koordiniert und geleitet. Die Aufgaben-Vielfalt der Polizei erstreckt sich von der Aufnahme der Verkehrsunfällen bis hin zu schweren Verbrechen, die in der Stadt Darmstadt Tag für Tag geschehen. Der Beamte stellt sich gerne und offen unseren Fragen. Wir werden über die neuen Gesetze und Verkehrsregeln aufgeklärt und über die wichtige Arbeit dieser Abteilung informiert.
Nachdem wir die gewünschten Abteilungen besichtigt haben, gibt uns der begleitende Polizeibeamte einen wohlgemeinten Rat mit auf den Weg. Er meinte, dass wir vor jedem Tun und Handeln unsere Grauen Zellen einschalten sollten, damit wir mit dem Gesetz und somit auch mit der Polizei nicht in Konflikt geraten. Die Polizei ist laut des Beamten nicht zum Bestrafen oder Verfolgen da, sondern den Mitbürgern als ein Freund und Helfer da zu sein.
Am Ende des informativen Besichtigungs-Rundgangs rundete ein gemeinsames Mittagessen in der Polizei-Kantine diesen Tag ab. Am Tisch haben wir noch darüber gesprochen was wir erlebt, gesehen und erfahren haben. Diese Stunden die wir hier verbrachten, waren sehr informativ für uns und haben uns zum Nachdenken über einige Dinge im Leben angeregt.
Nach dem Verlassen des Polizei-Präsidiums lichteten sich vor dem Gebäude langsam die Nebel und die Landschaft erschien in einem anderen Licht. Auch uns ist ein Licht aufgegangen. Die Polizei ist uns näher gekommen und vertrauter geworden. Hier arbeiten ganz normale Bürger unserer Stadt, die sich ihren Beruf zur Aufgabe gemacht haben um den Menschen ein sicheres und unbeschwertes Leben zu ermöglichen.
Harry Arent
Mit dem NVE am 06.08.2010 zum Zentralklärwerk (ZKW)
Am Freitag, den 06.08.2010 ging es mit 17 Personen zum Zentralklärwerk (ZKW) in Darmstadt. Treffpunkt war 10.00 Uhr am Haupteingang des ZKW. Dort wurden wir von Herrn Wacker, dem Prokuristen des ZKW herzlich empfangen. Er führte uns durch ein sehr großes, sauberes und gepflegtes Gelände. Das Zentralklärwerk in Darmstadt ist eines der innovativsten und effizientesten Klärwerke Europas - mit modernster Technik, die strenge EU-Auflagen erfüllt und für die nächsten 50 Jahre ausgelegt ist.
Ehrlich gesagt, war ich schon etwas skeptisch, was den zu erwartenden Informationsgehalt der Klärwerksbesichtigung betraf. Meine Erwartungen an das Know How eines Klärwerkes allgemein, waren von dieser Seite betrachtet, auch eher gedämpft.
Das erste -Aha- Erlebnis- hatte ich jedoch als ich beim Rundgang feststellte, dass es ja gar nicht "roch". D.h., dass auf dem gesamten, doch recht weitläufigen Gelände praktisch keine Geruchsbelästigung von mir empfunden wurde. Das das mit einem ebenso simplen wie schon fast genialen Riesenfilter aus Rindenmulch erreicht wird, hat mich schon sehr beeindruckt. Aber noch stärker hat mich allerdings beeindruckt, dass mehrere hundert Parameter eingehalten werden müssen, um den gesamten Prozess der Abwasserreinigung effektiv und mit optimaler Wirkung zu realisieren. Das Einhalten der Rahmenbedingungen, egal ob im Winter oder Sommer ist erforderlich, um den "Hilfstruppen" des Menschen, den Mikroorganismen gute "Arbeitsbedingungen" zu bieten. Das und noch ein paar mehr Dingen sind erforderlich, um eine Abwasserqualität zu erreichen, die rein äußerlich vom Trinkwasser kaum noch zu unterscheiden sind.
Für die Überwachung und Instandhaltung der Anlage wird gut qualifiziertes Personal benötigt. Dafür werden von der HSE, dem Betreiber der Anlage, Lehrlinge in verschiedenen Berufen ausgebildet. Gerade im technischen Bereich wird eine sehr vielseitige Ausbildung erforderlich. Leider gibt es auch hier einen Mangel an Interessenten und das, obwohl in dieser zukunftsorientierten Branche sichere Arbeitsplätze und gute Aufstiegsmöglichkeiten geboten werden. Ein Problem hierbei ist vielleicht, wie aus meiner eigenen, eingangs erwähnten Skepsis auch zu erkennen, die fehlende Kenntnis über einen interessanten Beruf, die gute Berufschancen in einer überaus sauberen Anlage bei gutem Betriebsklima bietet.
Nach einem ca. 2 stündigem Besichtigungsmarsch
war die Führung dann zu Ende. Es gab noch einen kleinen Imbiss und Getränke.
Das insgesamt positive Ergebnis dieser Betriebsbesichtigung, ist in erster
Linie auf die interessanten Ausführungen des Prokuristen der HSE, Herrn
Wacker, zurückzuführen.
Im Namen des Nachbarschaftsvereins bedankte sich dessen Vorsitzender, Herr
Dieter Gimbel, ganz herzlich. Familie Rech
Mit dem Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd
am 28.08.2010 auf geschichtliche Reise:
Besuch der Sammlung historischer Elektrogeräte in Darmstadt
Die o.g. Sammlung ist ein Angebot der HEAG Südhessische Energie AG (HSE). Sie befindet sich auf dem Gelände bzw. in den Räumlichkeiten der HSE-Umspannanlage Süd in Darmstadt in der Klausenburger Straße 14. In dieser Umspannanlage ist durch deren Modernisierung so viel Platz frei geworden, dass hier eine Sammlung von Historischen Elektrogeräten der Stromversorgung, der Stromverteilung und der Stromanwendung untergebracht werden konnte. Einer der Hauptinitiatoren und auch heute noch verantwortlich für diese Ausstellung ist Herr Hirz. Unter anderem seinem Engagement ist es zu verdanken, dass Zeitzeugen aus rund 100 Jahren Technikgeschichte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und unter seiner kompetenten Führung auch erläutert werden konnten.
So fand sich auch am 28.08.10 eine kleine Gruppe von 12 Interessierten des Nachbarschaftsvereins Eberstadt-Süd, um von diesem Angebot Gebrauch zu machen. Entsprechend der Zusammensetzung dieser Gruppe lag der Schwerpunkt des Interesses bei der Stromanwendung im Haushalt. So konnte gerade in diesem Bereich sehr anschaulich deutlich gemacht werden, wie der Einsatz der Elektroenergie die Arbeit im Haushalt erleichtert hat. Am ehesten ist das an der Entwicklung der Waschmaschine zu erkennen, die Schritt für Schritt die körperlich schwere und zeitaufwendige Arbeit übernommen hat. Mich persönlich hat hierbei eine Wasch-Maschine beeindruckt, die ganz am Anfang der Entwicklung noch den Menschen als Antriebsorgan benötigte (Antrieb durch betätigen eines Pendels). Aber auch die weitere Entwicklung eine Horizontale Waschtrommel, Beheizung durch Kohleofen zeigt die unterschiedlichen Wege auf dem Weg zum Waschautomaten.
Auch bei den Koch- und Backgeräten ist eine Fülle unterschiedlicher Entwicklungsrichtungen zur heutigen Technik zu erkennen. Dabei kann ich mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass sich zwar am Design vieles verändert hat, in Punkto Energieeffiziens aber keine so großen Fortschritte erzielt wurden. Richtig niedlich empfand ich dagegen den voll funktionsfähigen elektrisch betriebenen Herd für den Nachwuchs.
Bei den vorgenannten Wasch- Koch- und Backgeräten ist auch der anfängliche Vertriebsweg ganz interessant. Die ja noch in Handwerksarbeit gefertigten Geräte und dementsprechend geringen Stückzahlen wurden vom Stromableser den Kunden angeboten. D.h., wenn wieder einige Geräte fertig waren, wurde der Stromableser informiert. Dieser hat dann bei seiner Tour beim Ablesen der Stromzähler auch die Elektrogeräte angeboten. Damit hat das Energieunternehmen gleichzeitig für eine Steigerung seines Umsatzes gesorgt. Mit der steigenden Nachfrage musste dann natürlich auch die Fertigung industrialisiert werden. Damit wurde der Einsatz der Elektrogeräte ganz allgemein zum Selbstläufer.
Der Bereich Rundfunk und Fernsehgeräte zeigt ebenfalls die rasante Entwicklung auf. Angefangen beim rein mechanisch funktionierenden Grammofon, über die Musiktruhe bis hin zu den heutigen Geräten, ist ein respektabler Entwicklungsweg aufgezeigt. Der positive Einfluss gerade der Computertechnik im privaten Bereich auf die gesellschaftliche Entwicklung ist aber nicht unumstritten.
Ein Beispiel aus der Stromerzeugung möchte ich aber noch anfügen. Ein komplettes Wasserkraftwerk aus Schönnen ist mehr oder weniger durch eine Fehlplanung in den Besitz der HEAG gekommen. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass dieses heute in der Historischen Sammlung bestaunt werden kann. Für uns zeigte diese Ausstellung, die einige ja auch aus eigenem Erleben nachvollziehen konnten, die rasante Entwicklung der Technik auf verschiedenen Gebieten mit zum größten Teil positiven Auswirkungen auf.
Der Vorsitzende des Vereins Herrn Gimbel bedankte sich im Namen aller Besucher, bei Herrn Hirz, der als engagierter und kompetenter Vertreter uns auf diese geschichtliche Reise mitgenommen hatte.
Familie Rech
Herrliches Wanderwetter, womit haben wir das verdient? Am Samstag, den 18. September 2010, traf sich eine kleine Gruppe von "Unentwegten" mit dem großen Ziel die Ludwigshöhe und die Sternwarte auf "Schusters Rappen" zu erklimmen. Wie schon erwähnt, hatte Petrus im Vorfeld der Wanderung nicht unbedingt gutes Wanderwetter erwarten lassen. Das war wohl auch der Grund dafür, warum es nicht mehr Teilnehmer geworden sind. Bei angenehmen fast 20 °C und Sonnenschein haben wir uns um kurz vor 11:00 Uhr neben dem Polizeiparkplatz an der Klappacher Straße getroffen, um von hier aus den "Aufstieg" zu beginnen. Doch einer fehlte noch ? Alle die mitwandern wollten waren schon da nur der Vorsitzende fehlte. Den Rauchern kam es recht und sie steckten sich noch eine an. Als dann um 11:00 Uhr der R Bus ankam stieg auch unser Chefchen wohl gemuhtes aus dem Bus und begrüßte uns Wanderer.
Familie Rech, die sich zwecks Aufstieg im Vorfeld sachkundig gemacht hatten, begann mit dem Waldkunstpfad "Freiheit und Wildnis" und führte uns entlang der Ausstellungsstücke an der "Alten Bogenschneise" zum Goetheteich und weiter zur Sternwarte. Dabei sollte uns die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Naturstandort Wald auf eine andere Sichtweise auf unsere Welt, bzw. im Kleinen mit unserem unmittelbaren Umfeld aufmerksam machen. Nun wollen wir uns nicht gleich als Kunstbanausen outen. So gesehen hat uns das "Freiheitsfloß" auf dem Teich auch eher an Tom Sawyers Abenteuer erinnert. Probleme hatten wir schon, in den Darstellungen auch Kunstobjekte zu sehen.
Ohne Zweifel anerkennenswert ist es auf jeden Fall, wenn sich Menschen mit unserer gemeinsamen Umwelt auseinandersetzen, und versuchen uns ihre Sichtweise auf die Dinge zu vermitteln. Wenn dabei der schnöde Mammon auf der Strecke bleibt, ist vielleicht schon ein kleines Ziel erreicht. Nach gut 1 Stunde Wanderung hatten wir unser Ziel, die Ludwigshöhe erreicht. Hier konnten wir uns erst einmal in der "Ludwigsklause" stärken, und das sogar im Freien. Petrus hat es eben gut mit uns gemeint.
Nach dem Essen konnten die Mitwanderer noch den Ludwigsturm besteigen, was auch von einem großen Teil gerne angenommen wurde. Hatten wir schon eine schöne Aussicht von der Besucherplattform (242m, dem höchsten Punkt Darmstadts) gehabt, so wurde diese dann 28 Meter höher noch übertroffen. Nach dem wir eine schöne Wanderung, eine schöne Fernsicht und auch gut gegessen hatten, ging es weiter zur Darmstädter Sternwarte. Direkt am Bessunger Hausberg, der Ludwigshöhe, etwas mehr in Richtung Eberstadt, liegt die Volkssternwarte Darmstadt. Diese lag unscheinbar von vielen Bäumen umgeben. Dort angekommen trafen sich zwei alte Schenckianer, die sich seit 2 Jahren nicht mehr gesehen hatten wieder. Herzstück einer Sternwarte sind natürlich die Teleskope zur Sternbeobachtung. In der Volkssternwarte stehen sechs Teleskope verschiedener Bauarten mit Brennweiten von über 2000 Millimeter zur Verfügung. In die Sternwarte ist eine Ausstellung zu Raketen, Raumsonden, entsprechenden Modellen und dem Sonnensystem integriert. Natürlich alles deutlich kleiner als im Original.
Zuerst gab es eine Menge Theorie. Dabei wurde uns wieder einmal bewusst, wie unermesslich groß das Weltall ist, und wie klein dagegen unsere Erde. Wenn man dann mal in sich geht, kann einem schon klar werden, dass das Weltall uns nicht braucht. Wir aber unbedingt die Erde mit der wir mehr oder weniger Schindluder treiben. Als "Sahnehäubchen" sozusagen, durften wir unseren "Lebensspender" die Sonne einmal durch ein Himmelsfernrohr betrachten. Dabei war die Beobachtung von Sonnenflecken ganz besonders interessant. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass, wenn wir nicht eines besseren belehrt worden wäre, wir eher diese als Flecken auf der Linse vermutet hätte. Aber Spaß beiseite, es ist wirklich Wahnsinn, was um uns herum im Weltall und auf der Sonne alles passiert. Unser ganz besonderer Dank gilt den Herrn Peter Lutz und Robert Schabelsky. Sie haben sich Zeit genommen, um uns Unwissende ein wenig aufzuklären.
Gleichzeitig haben sie ihre privaten Geräte zur Verfügung gestellt, um uns einen flüchtigen Einblick ins Universum zu ermöglichen. Darüber hinaus erhielten wir einen kleinen Einblick in ein sehr interessantes Hobby.
Der Rückweg von der Sternwarte zu unserem Ausgangspunkt erfolgte auf dem kürzesten Weg. Wobei auch hier noch einige Kunstobjekte unseren Weg säumten. Insgesamt war es ein interessanter und schöner Tag!
Familie Rech und Dieter Gimbel
Besichtigung Berufsfeuerwehr Darmstadt
Organisiert durch den Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd besuchten am 22. Oktober 2011 rund 20 Personen die Berufsfeuerwehr in Darmstadt.
Schon frühmorgens um 9:15 Uhr herrschte ein reges Treiben vor der Berufsfeuerwehr
Darmstadt in der Bismarkstraße. Mit Bus und Straßenbahnen kamen
Menschen die sich alle vor dem Gebäude versammelten. Wegen des kühlen
Wetters durften sie sich im Eingangsbereich aufwärmen. Zwei fehlten allerdings
noch Frau Hartmann die diese Besichtigung organisiert hatte und der Vorsitzender
des NVE Herr Gimbel. Wo blieben die denn, sie sind doch sonst immer die ersten,
rätselt man. Nun des Rätsels Lösung ist im nachhinein ganz einfach.
Die zwei standen am Hauptbahnhof und wartete auf ihren Bus, der aber nicht kam.
Auch ein anderer den man hätte noch nehmen können kam nicht rechtzeitig,
so dass sie die Straßenbahn nahmen und erst um 9:28 Uhr ankamen. Ein kurzer
abgleich mit der Anmeldungsliste ob auch alle dabei waren. Ein kurzes Grußwort
durch Frau Hartmann vom NVE und Herrn Jens Poth von der Berufsfeuerwehr, der
darauf auch gleich unsere Führung übernahm, begann für uns eine
spannende Reise durch die vielfältig Arbeit der Feuerwehr und des Brandschutzes.
In einem großen Besprechungsraum erfuhren wir: Die Feuerwehr Darmstadt
steht mit ca. 150 hauptamtlichen und ca. 200 ehrenamtlichen Einsatzkräften
in einer Berufsfeuerwehr und bei vier Freiwilligen Feuerwehren rund um die Uhr
für unsere Sicherheit zur Verfügung. Die Schwerpunkte und Hilfeleistung
liegen in den Bereichen: Brandbekämpfung; Technische Hilfeleistung; Höhenrettung;
Umweltschutz und Katastrophenschutz.
Darüber hinaus koordiniert die Feuerwehr die Einsätze des Rettungsdienstes
für einen Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt.
Die Feuerwehr verfügt über einen modernen, leistungsfähigen Fahr-zeug
und Gerätepark. Der Anteil der klas-sischen Brandbe-kämpfung liegt
bei ca. 20% der insgesamt etwar 2.500 Einsätze pro Jahr. Weitere 55% sind
Hilfeleistungs-einsätze (Gefahrstoffe, Tiere usw.), 25% sind Fehlalarmierungen.
Dabei erfuhren wir auch, dass ein Fehleinsatz bei ausrücken eines Zuges
um die 500,00 EURO kosten würde.
Im Anschluss gingen wir durch das Gebäude, wo wir die Ruheräume, eine
Küche und die Aufenthalträume gezeigt bekamen. Bei einem 24 Stunden
Dienst, der immer sehr anstrengend ist, braucht man solche Sozialräume.
Vom Dienstplan her konnte jeder sehen, das nur ein Wochende pro Monat für
einen Berufsfeuwehrmann zur freien Verfügung steht.
Bevor wir uns den Fuhrpakt anschauten, durften wir einen kurzen Blick in die
Leitstelle werfen. Dort erfuhren wir, dass in der Leitstelle jährlich etwa
2.500 Feuerwehr- sowie 25.000 Rettungsdiensteinsätze koordiniert werde.
Für alle erdenklichen Gefahrenlagen gibt es entsprechende Einsatzplanungen.
Sie werden im Notfall über einen Einsatzleitrechner abgerufen. Daraufhin
werden die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Im Anschluss besichtigten
wir den Fuhrpark. Herr Jens Poth erklärte uns sehr ausfühlich die
Einsatzgebiet der einzelnen Fahrzeuge.
In eigenen Werkstätten wird die Einsatzfähigkeit der umfangreichen
Ausstattungen in den Bereichen Atemschutz, Geräte, Fahrzeuge, Elektro/Funk
sowie Begleitung sichergestellt. Zum Abschluss unseres Besuches wurde die Drehleiter
mit Korb zu uns gefahren und in Position gebracht. Wer wollte konnte sich hochfahren
lassen um sich Darmstadt von oben anzusehen. Der Vorsitzende Dieter Gimbel ließ
es sich nicht nehmen mit der Leiter 30 Meter in die Höhe gefahren zu werden.
Was er da oben sah, können Sie auf unserer Homepage www.Nachbarschaftsverein.de
unter dem Reiter Kurzausflüge "Besichtigungen 2011" Berufsfeuerwehr
Darmstadt anschauen. Nach 2 1/2 Stunden ging unsere spannende Reise durch die
vielfältig Arbeit der Feuerwehr und des Brandschutzes zu Ende.
Zum Abschluss bedankte sich Frau Hildegard Hartmann bei Herrn Jens Poth für
die gute Aufklärung und Führung. Sie wünschte ihm und seinen
Kollegen ein einigermasen ruhiges Wochenende. Bei einem anschließenden
gemütlichen Mittagessen in der Bockshaut wurde noch viel über die
gesammelten Eindrücke gesprochen.
Hildegard Hartmann / Dieter Gimbel
Besuch bei der ESOC in Darmstadt
Organisiert durch den Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd besuchten am 27. Mai 2011 rund 20 Personen die ESOC in Darmstadt.
Auch wenn es keine Aliens zu sehen gab, war dieser Termin ein Treffen der besonderen Art. Es fanden sich 20 Personen des Nachbarschaftsverein Eberstadt-Süd zur Besichtigung des ESOC Zentrums in Darmstadt ein. Unter der Führung einer Mitarbeiterin der ESOC gab es vielfältige Informationen und eine ganze Reihe technischer Geräte zu bestaunen.
Auch wenn mich die Informationsfülle überforderte, so war doch die Gesamtaussage über die weltweiten Aktivitäten in der Weltraumforschung bzw. der Führung und Kontrolle der Satelliten überwältigend. Das Kontrollzentrum selbst war wegen Bauarbeiten leider geschlossen und nicht besetzt. Lediglich ein paar kleine Kontrollmonitore ließen darauf schließen, daß nicht alles abgeschaltet war. Aber auch die Raumfahrt, bzw. das Satellitenprogramm hat seine negativen Seiten. D. h., dass die ausgedienten Satelliten als Weltraumschrott um die Erde kreisen. Dieser Schrott, der natürlich immer mehr wird, beeinträchtigt in erster Linie die Raumfahrt, bzw. die Satelliten, kann aber auch der Erde gefährlich werden. Zu den Aufgaben der ESOC gehört es auch, dafür zu sorgen, daß es im Weltall nicht zu einer Kollision zwischen funktionsfähigen und ausgedienten Satelliten kommt.
Um den gefährlichen Schrott aus dem Weltall zu entsorgen,
müssen spezielle Satelliten in den Orbit gesendet werden, die den ganzen
Schrott einsammeln. Diese Aufgabe verteuert natürlich auch das Satellitenprogramm.
Für mich gehörte es zu den Highlights, daß auch das Satellitenprogramm
"GALLILEO" von der ESOC in Darmstadt geführt und kontrolliert
wird. Da ich ja als Autofahrer auch ein GPS-System nutze, habe auch ich einen
unmittelbaren Bezug zu dieser modernen Technik.
Nach Beendigung der 2 stündigen Führung bedankte sich der Vor-sitzende
des NVE, Herr Dieter Gimbel, bei der ESOC Mitarbeiterin für die interessante
und aufschlussreiche Führung.
Erika Rech